Verfasst von admin am 26.Juni 2012

panthermedia.net/Heidi Schade
Bad Bramstedt verwandelte sich vor Kurzem in eine riesengroße Open Air Bühne. Es wurde getanzt, gesungen und gefeiert – Bad Bramstedt lud zum mittlerweile 17. internationalen Musikfest. Man konnte meinen, dass ganz Europa auf den Beinen ist, um sich in Bad Bramstedt zu versammeln. Schließlich gaben rund 1500 Musiker insgesamt mehr als 100 Konzerte.
Karin Berg Johansen und ihre Freundinnen Anne, Annelene und Mette kam beispielsweise mit dem Porsgrann Janitsjarokester. Das Quartett war vor allem von der losgelösten Atmosphäre begeistert. Ganz Bad Bramstedt verwandelte sich in eine große Open-Air Arena. Es wurde spontan gesungen und getanzt. Die Musiker gaben Sessions und zwischendurch ein Ständchen. Musik gab es im Kurhaus-Thater an der Oskar-Alexander-Straße, im Kaisersall, in der Maria-Magdalena-Kirche und hinter und vor dem Schloss in einem Festzelt und auf vielen kleineren Bühnen. Zu diesem Zweck wurde die Straße Am Bleck gesperrt.
Drei Tage lang dauerte das kulturelle Highlight. Kammermusik, Blasmusik, Folklore, Jazz und Chorgesang erklangen jeden Abend bis weit nach Mitternacht. Da durften die Trachten bei einigen Musikern natürlich nicht fehlen. In ihren farbenprächtigen Gewändern zogen sie durch die Straßen
Bad Bramstedts – ein Fest für die Sinne. Einen weiteren Höhepunkt bildete das erste Europäische Jugendorchester. Einer der Festivalgedanken ist es junge Musiktalente zu fördern, daher wird solch ein Jugendorchester bei allen internationalen Musikfesten organisiert. Sechszig junge Menschen aus Deutschland, Dänemark, Holland und Frankreich erarbeiteten sich gemeinsam innerhalb von fünf Tagen ein Programm für das Eröffnungskonzert. Das Kommunikationsmittel für die verschiedenen Nationen war vor allem die Musik, denn Noten werden in allen europäischen Ländern gleich gelesen. Geleitet wurde das Jugendorchester von Frank Engelke, welche auch das Norderstedter Sinfonieorchester leitet. Nobuya Sugawa ein Saxophonist aus Japan, welcher in seiner Heimat bereits ein Star ist, begeisterte zusammen mit dem Orchester das Publikum im Kurhaus-Theater.
1500 Musiker mussten aber natürlich in der Zeit auch irgendwo untergebracht werden. Diese logistische Meisterleistung vollbrachten Christel Friedrichs und Dorte Kruse.- Sie kümmerten sich um die Organisation von sechshundert Betten in Gastfamilien und die Unterbringung in Schulen.
Das 17. internationale Musikfestival war auch in diesem Jahr wieder ein kulturelles Highlight für die Hansestadt.
Verfasst von admin am 19.Juni 2012

panthermedia.net/Werner Heiber
Ursprünglich kommt die Idee des Dirndlflugtages aus Salzburg. Inzwischen hat sich diese kleine Tradition aber auch in anderen Städten durchgesetzt. Nun wurde auch in Wien zum ersten Mal der Sprung ins kühle Nass veranstaltet.
In Dirndl versammelten sich die Titelanwärterinnen und -anwärter auf dem Badeschiff am Wiener Donaukanal. Bei sommerlichen Temperaturen ließen die Teilnehmer mit ihren Sprüngen nicht lange auf sich warten. Um die Jury zu beeindrucken, haben sich manche Springer etwas einfallen lassen. Eine Piratenbraut war darunter und ein verliebtes Paar mit einem riesengroßen selbstgebastelten Herz. Manch ein Hochzeitspaar verlegte sogar seinen Polterabend auf das Badeschiff. Zukünftige Bräute und Bräutigame überzeugten mit ihrer Dinrdlperformance. Da die Männer auf den bisherigen Dirndltagen immer so neidisch waren, wurde hier kurzerhand entschlossen, dass auch sie mitmachen dürfen. Selbstverständlich ebenfalls im Dinrdl. Sogar Teilnehmer aus Mexiko und London ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen. Gesprungen wurde in drei verschiedenen Kategorien, wobei die Londoner Besucher den Wettstreit in der Kategorie Gruppenspringen für sich entscheiden konnten. Bei der Siegerehrung scherzten sie dann, dass sie schon im letzten Jahr in Österreich Urlaub gemacht hätten und seit dem kräftig geübt hätten, um in diesem Jahr am Dirndlflugtag mitzuwirken. Die mexikanische Gruppe ging leider leer aus, hatte aber trotzdem eine Menge Spass. So wie auch die Jury. Unter ihnen die Sängerin Sandra Pires, welche natürlich ebenfalls in Tracht erschien. Mit ihrer Tochter im Partnerlook konnte sich sie vor allem aus einem Grund dafür motivieren trotz der hochsommerlichen Temperaturen im Dirndl zu erscheinen – nach getaner Arbeit ebenfalls einen Sprung zu wagen.
Mit ihr zusammen entschieden außerdem Edi Finger Jr., Tini Kainrath und Gerhard Zadrobilek über den Erfolg oder Misserfolg der Teilnehmer. Übrigens: ein Waschdirndl kann ruhig auch mal richtig nass werden, solch einen Sprung ins Wasser übersteht die Trachtenmode ohne Probleme.
Verfasst von admin am 8.Juni 2012

panthermedia.net/Alexander Kulla
Die Bergkirchweih im fränkischen Erlangen wurde auch in diesem Jahr wieder gut besucht. Rund eine Million Besucher feierten die mittlerweile 257. Bergkirchweih vom 24. Mai bis zum 06.Juni. Aufgeregt hat dieses Spektakel trotzdem nicht nur einige Anwohner, welche sich darüber ärgerten, dass einige der Besucher auch nachts noch fröhlich in der Innenstadt weiterfeierten, sondern auch der fränkische Bund. Interessanterweise nannte man die Erlanger Bergkirchweih dort kurz eine „Dirndl-Unsitte“. Es ging darum, dass viele der Besucher der Bergkirchweih dem Fränkischen Bund nach nicht angemessen gekleidet waren. Es sei eine wilde Mischung aus Dirndl, Landhausmode und Lederhose vom Discounter gewesen. Die Bergkirchweih hat eine lange Tradition und auch eine bestimmte kulturelle und traditionelle Bedeutung. Wer dort mit Landhausmode ankomme, der wisse einfach nicht, was die Tradition der Bergkirchweih bedeute. Man vermutete das es vor allem die Touristen bzw. Besucher aus anderen Regionen seien, welche sich in Dirndl und Lederhosen warfen und dachten gerade damit besonders traditionell zu wirken. Leider entspricht dies jedoch genau dem Gegenteil. Helmut Gier ist Leiter der der Staats- und Stadtbibliothek und gleichzeitig beim Historischen Verein für Schwaben in Augsburg. Er kann die Meinung des Fränkischen Bundes gut nachvollziehen. Für ihn war es verwunderlich, dass so viele Besucher in bayrischer Kleidung erschienen. Ein Zeichen dafür, dass sich hier keiner so genau auszukennen schien. Schließlich ist die Aversion der Franken gegen die Altbayern eigentlich allgemein bekannt. Die Meinungen gehen auseinander. Während die einen sagen, dass sie sich freuen das Traditionsbewusstsein hier respektiert und gelebt wird, indem die Touristen immerhin versuchen den traditionellen Stil nachzuahmen, regen sich die anderen darüber auf, dass sich das Traditionsbewusstsein nur dadurch ausdrücken ließe, wenn man in altfränkischer Tracht komme.
Wer sich dem ganzen Stress entziehen will, kann sich auf das Oktoberfest in München freuen. Hier ist jeder Gast willkommen. Egal ob er sein schönes Dirndl bei neckermann.at bestellt oder eine alte Münchner Tracht trägt. Schließlich gehen wir alle mit der Zeit.
Sieht man mal über den kleinen Kleider-Faux-Pas einiger Besucher hinweg, war die Erlanger Bergkirchweih auch in diesem Jahr ein aufregendes und zugleich sehr traditionsreiches Erlebnis für Jung und Alt.
Verfasst von admin am 7.Juni 2012

panthermedia.net/Christa Eder
Tracht und Kunst liegen nicht weit auseinander, dass Tracht aber auch die bildenden Künste inspiriert, konnte man jetzt in einer Ausstellung in Altenburg, dem Ausrichter des Deutschen Trachtentages, sehen. Im Lichthof des Landratsamtes konnte die Ausstellung mit dem Namen „Trachten in der Kunst“ zum Trachtentag bewundert werden.
Innerhalb der Ausstellung gab es drei Schwerpunkte: Scherenschnitt, Kinderkunst und Holzfiguren.
Die Scherenschnitte kamen aus Schmölln, vom Freundeskreis Scherenschnitt. Bereits 1983 wurde der Freundeskreis gegründet. Seit dem treffen sich dessen Mitglieder einmal monatlich in den Räumen der Volkshochschule, um gemeinsam neue Schnitte auszuarbeiten. Elke Sieg leitet die Gruppe. Jedes Jahr stellen die Frauen der Gruppe einen Jahreskalender zusammen, das hat inzwischen Tradition. Die Kalender sind außerdem zu begehrten Sammlerobjekten geworden. Auch für 2013 ist der Kalender schon zu haben. Passend zur Ausstellung beschäftigt sich dieser mit der Altenburger Tracht. In den Scherenschnitten sind Damen aus Schmölln, Altenburg, Gößnitz und Jena abgebildet. Dabei verwenden die Künstlerinnen aber nicht nur das sonst übliche schwarze Papier, sonder auch handgefärbtes. Die Werke der Künstlerinnen sind über ihre Stadtgrenze hinaus bekannt.
Auch Kinder können mit dem Thema Tracht etwas anfangen. Das Projekt „De Kengerscharr auf Landpartie“ brachte das Thema in 17 Kindergärten und drei Grundschulen. Initiiert wurde es durch den Verein „Altenburger Bauernhöfe“. Innerhalb des Projektes wurde den Kindern Wissenswertes zu Trachten und Traditionen präsentiert. Auch der Besuch der Porstube des Kulturarchives Altenburger Bauernhöfe stand mit auf dem Programm. Anschließend konnten die Kinder ihrer Fantasie zum Thema Tracht freien Lauf lassen. Die daraus entstanden Arbeiten wurden unter anderem auch schon in Schmölln, Gößnitz und Meuselwitz gezeigt.
Karin Hübeler ist mit ihren Arbeiten schon etwas bekannter und bildete den dritten großen Schwerpunkt der Ausstellung. Sie schnitzt Holzfiguren und stellte mit ihnen für die Ausstellung eine Bauernhochzeit nach.
Verfasst von admin am 25.Mai 2012

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Wer etwas molliger ist und Übergrößen trägt, der tut sich oft schwer ein passendes Kleid zu finden, das auch noch schön aussieht. Das Dirndl stellt dabei eine tolle Ausnahme dar und ist gerade für Damen mit etwas mehr Gewicht eine schöne Lösung. Viele Kleider aus der Abendmode oder dem Festtagsbereich werden heute hauptsächlich für sehr schlanke Frauen designt. Das Dirndl stammt dagegen aus einer Zeit, in der die Frauen noch Rundungen haben durften, ja sogar sollten, denn erst dann kommt das Dirndl so richtig zur Geltung. Aus diesem Grund sieht das traditionelle Kleid bei molligen Frauen meistens viel besser aus als bei schlanken. Die Rundungen einer molligen Frau werden durch ein Dirndl formschön in Szene gesetzt. Die schmale Taille des Dirndls betont das Dekolleté und die weiblichen Hüften. Ausserdem kommt gerade der tiefe Ausschnitt erst durch ein üppiges Dekolleté richtig zur Geltung.
Die vermeintlichen Problemzonen wie Oberschenkel und Po verschwinden ganz einfach unter dem weiten Rock. Wichtig ist, dass gerade mollige das Dirndl figurbetont tragen, denn nur so kann es seine volle Wirkung entfalten. Es gibt kaum ein anderes Kleid, dass eine schönere Silhouette zaubert als das Dirndl, ganz unabhängig davon, ob man eine Standartgröße trägt oder etwas molliger ist.
Dirndl in Übergrößen gibt in den meisten Trachtengeschäften jedoch ist dort meist die Auswahl nicht so groß. Inzwischen kann man aber ein vielfältiges Angebot im Internet finden. Hier ist auch für jeden Geschmack etwas vorhanden. Auch die neusten Trends sind stehts dabei. Einige Onlineshops bieten diese traditionelle Mode in XXL in einer Extra-Kategorie an. Der Onlinekauf hat auch den Vorteil, dass man sich das Dirndl Zuhause in Ruhe anschauen und anprobieren kann. Vor dem heimischen Spiegel lässt sich solch eine Anprobe meist auch bequemer vornehmen als in einer engen Umkleidekabine.
Verfasst von admin am 23.Mai 2012

panthermedia.net/Marina Stremme
Anfang dieses Jahrhunderts entschieden sich 12 Gautinger dazu
einen Trachtenverein zu gründen. Es ging ihnen darum, das Brauchtum in der Gemeinde lebendig zu halten. Inzwischen liegt eine bewegte Zeit hinter dem Verein, aber lebendig ist er mehr denn je. Zusammen mit der Feuerwehr feiert er nun sein Jubiläum. Ein großes Bierzelt wird dafür an der Leutstettener Straße, in der Nähe vom Sportverein, aufgestellt. Andreas Ketterl ist mittlerweile seit 42 Jahren überzeugter Trachtler und seit Oktober letzten Jahres Vorsitzender des Vereins. In den Siebziger Jahren ist dem Verein beigetreten und war damit der erste Jugendliche. In einer Zeit, in der lange Haare in und Tracht und Volksmusik eher verpönt waren, entschied die Ketterl die Haare „boarisch kurz“ zu tragen und Mitglied im Trachtenverein zu werden.
Der Verein hat eine Patenschaft mit den Treffingtaler Schuhplattlern aus Seitenstetten in Niederösterreich gegründet und außerdem Partnerschaft mit dem südfranzösischen Clemont-l-Hérault geschlossen. Der Gautinger Verein war in den 70er Jahren maßgeblich an deren Entstehung beteiligt. Ketterl erinnert sich, dass sie auch bei der Unterzeichnung der Urkunde anwesend waren. Auch Plattlerauftritte haben sie schon in Südfrankreich absolviert. Warum nicht mal in Dirndl und Lederhose am Mittelmeer?
Sie wurden stets mit offenen Herzen empfangen und über interkulturelle Verständigungsprobleme können sie auch nicht klagen, im Gegenteil. Schließlich werden die Bayern immer etwas anders als die anderen Deutschen angeschaut, wie Ketterl meint. Für andere Länder ist es einfacher dieses Bundesland einzuordnen, denn von Oktoberfest, Lederhosen, Trachten und Volksmusik haben wohl die meisten schon etwas gehört. Die Bayern pflegen ihre Traditionen.
Heute gehören 87 Mitglieder zum Verein. Rund zehn Mitglieder sind davon im Jugendalter, denn in vielen Familien wird die Mitgliedschaft und die damit verbundene Tradition innerhalb der Familie weitergegeben. Auch die Kinder der Familie Ketterl sind im Verein aktiv. Aber auch über Freunde kommen andere Jugendliche dazu. Das älteste Mitglied ist Rosl Mieslinger. Sie wurde 1919 geboren.
Es ist eine abwechslungsreiche und erfrischende Mischung an Altersstufen im Verein vorhanden. Regelmäßig treffen sich die Mitglieder in ihrem Vereinsheim zu Sitzungen, Sing- und Tanzproben.
Verfasst von admin am 22.Mai 2012

© Kalle Kolodziej - Fotolia.com
Dieburg ist eine Kleinstadt in der Nähe von Darmstadt mit circa 15.000 Einwohnern. Auch wenn die Dieburger in einer Kleinstadt leben, feiern können sie wie die Großen. Am Pfingstsonntag werden sie es wieder mal so richtig krachen lassen. Dieses Jahr gehen sie jedoch fremd, denn in Dieburg wird’s bayrisch mit Jodeln und Dirndl und allem was dazu gehört.
Vor dem Schloss Fechenbach, in der Nähe des Marktplates, findet zu ersten Mal das bayrische Sommerfest des Sportclubs „Haxnknacker Dieburg“ statt.
Auch den Verein gibt es erst nach zwei Jahren. Trotzdem kommt er mittlerweile schon auf stolze 180 Mitglieder. Die Leidenschaft, der meisten von ihnen liegt im Skifahren und so kam es auch zur Idee mit dem bayrischen Motto.
Natürlich darf auch auf diesem bayrischen Fest weder das Masskrugstemmen noch die Brezn oder Weißwurscht fehlen. Ganz besonders freuen sich die Dieburger aber, auf die Möglichkeit das Jodeln zu erlernen. Unter Anleitung können sie probieren, wie viel bayrischer Jodler in ihnen steckt. Damit man die Damen und Herren des Vereins auch gleich auf den ersten Blick erkennt, werden sie allesamt in lange oder kurze Dirndl und Lederhosen schlüpfen und für ein echt bayrisches Erscheinungsbild sorgen. So richtig zünftig wird auch die musikalische Begleitung des Festes. Dj Deluxe und Quetschkommodenspieler Wildschütz sorgen für gute Unterhaltung. Als kleines Schmankerl bekommt jeder Gast, der ebenfalls in einem bayrischen Outfit erscheint, ein Schnapserl gratis. Von 11.00 bis 22.00 Uhr kann man bei den Dieburger Haxnknackern mitfeiern. Für alle die danach noch weiter feiern möchten, geht die Alpen-Party im „M22“ am Markt weiter. Wir wünschen den Haxnknackern und allen Besuchern ein fröhliches Pfingstjodeln!
Verfasst von admin am 21.Mai 2012

panthermedia.net/marcel63
Tradition wird mittlerweile wieder groß geschrieben – auch beim Heiraten,
denn es wird wieder vermehrt in Tracht geheiratet. Eva Blankensteiner hat das bemerkt. Sie ist Standesbeamtin in Gmunden und traut Menschen rund um den Traunsee, zum Beispiel im Schloss des Ortes, im Toscanapark oder am Schiff. Vor einigen Jahren war daran noch gar nicht zu denken, aber jetzt schient es wieder in zu sein sich das Ja-Wort in Dirndl und Lederhose zu geben.
Ein Linzer Trachtenmodengeschäft hat darauf auch prompt reagiert und eine eigene Hochzeitstrachtenecke im Geschäft eingerichtet. Die Kleider können in Ruhe und ungestört anprobiert werden. Jüngeren Bräuten wird bei der Auswahl ein weißes oder cremefarbenes Hochzeitstrachtenkleid empfohlen. Älteren Damen hingegen eher ein traditionelles Festtagsdirndl in klassischen Farben. Auch hier gilt aber natürlich das Motto: Alles kann, nichts muss, denn erlaubt ist was gefällt. Neben der Farbe muss natürlich noch das Design ausgesucht werden. Soll das Kleid Rüschen haben oder nicht? Wo sollen die Mascherl sitzen? Schön ist, dass alles vor Ort in der ladeneigenen Werkstatt nach Wunsch verändert werden kann. Accessoires sind natürlich ebenfalls frei wählbar. Meist tragen die Damen zum Beispiel ein Schultertuch statt einer leichten Jacke, wenn es etwas kühler ist.
Hüte werden sehr selten bis gar nicht zur Tracht getragen, dafür wird die Hochzeitsfrisur oft mit eingeflochtenen Blumen gestaltet.
Männer treten hingegen mit dem klassischen Trachtenanzug oder gar in Lederhose vor den Altar. Falsch machen kann man bei einer Trachtenhochzeit jedoch eigentlich gar nichts, denn Regeln gibt es dabei nicht. Die meisten Frauen wählen von der Länge her eher etwas Langes oder Mittellanges, insgesamt alles eher traditionell. Grundsätzlich kann man seiner Phantasie aber freien Lauf lassen, denn auch andere Farben oder Schnitte können frei gewählt werden.
Die Gäste einer Trachtenhochzeit hingegen müssen sich Gedanken machen was sie zur Trauung ihrer Liebsten anziehen, denn bei einer Trachtenhochzeit gilt der Dresscode ebenfalls für die Familie, die Freunde und vor allem für die Trauzeugen.
Verfasst von admin am 21.Mai 2012

panthermedia.net/Daniel Bolloff
Der Trachtenmarkt in Bad Dürrheim war mal wieder ein voller Erfolg. Dabei geht es nicht einmal unbedingt darum, wie viele Menschen den Markt besuchen kamen, vielmehr geht es darum, dass es wirklich eine rund um wunderschöne Atmosphäre war. Hier stimmte wirklich alles. Auf dem Markt wurden Spitze, Dirndl, Tücher, Strohschuhe und vieles mehr angeboten. Musiker spielten in Lederhosen und die Besucher kamen teilweise in historischen Kostümen.
Mittlerweile wurde der Trachtenmarkt schon zum zwölften mal in der Kurstadt veranstaltet. Trachtenliebhaber kommen bei dieser Veranstaltung voll auf ihre Kosten. Auch wenn die Händleranzahl nicht allzu hoch ist, so macht doch gerade dieses gemütliche Beisammensein den Charme des Trachtenmarktes in Dürrheim aus. In diesem Jahr boten 33 Händler ihre Schätze rund um den Rathausplatz, im Haus des Bürgers und in der Luisenstraße feil.
Holzprodukte, Fellwaren, Stoffe, Schmuck, Keramik und vieles mehr. Außerdem konnte man beim traditionellen Handwerk eines Korbbinders und eines Drechslers zuschauen. Auch die filigraneren Arbeiten wie Klöppeln oder Perlenstickerei waren vertreten. Im Haus des Bürgers saßen drei Damen in Trachten, die den interessierten Besuchern zeigten, wie das mit dem
Klöppeln, den Perlen oder.
Kulinarische Köstlichkeiten gab es am Rathausplatz und im Haus des Bürgers ebenfalls.
Für die musikalische Untermalung sorgten unter anderem die Bad Dürrheimer Alphornbläser und die „Biermusig“. Auch ein Referat zum Thema „Unseco-Trachten-Weltkulturerbe“ wurde präsentiert.
Der Sonntag wurde dann durch einen Gottesdienst eingeleitet. Der anschließende Trachtenumzug bot einen tollen Anblick. Auch Ehrengäste wurden vom Bürgermeister empfangen und in der Kurstadt willkommen geheißen.
Um dieses besondere 12. Trachtenfest zu besuchen, reisten die Leute aus der ganzen Region an. Auch der Wettergott hatte es gut gemeint. Frühlingshafte Temperaturen und strahlender Sonnenschein boten die perfekte Kulisse für den Bad Dürrheimer Trachtenmarkt.
Verfasst von admin am 18.Mai 2012

panthermedia.net/Luminita Zoica Lupu
Simone Monu kommt aus Pongau und hat dort auch lange Zeit als Kostümbildnerin gearbeitet. Zu ihren Arbeitsplätzen gehörten die Salzburger Festspiele, die Staatsoper und das Burgtheater in Wien. Nun hat sie sich jedoch für einen anderen Weg entschieden. Zusammen mit ihrem Mann betreibt seit gut drei Jahren ein Haute Couture Label in Nigeria. Das Besondere daran? Sie entwirft dort Modelle für die Trocken- und die Regenzeit. Darunter befindet sich auch das sogenannte African-Dirndl. Ein Dirndl, das in Kombination mit traditionellem Kopfputz getragen wird – ein exotisches Dirndl sozusagen. Die Kostümbildnerin verwendet überwiegend afrikanische Materialien für ihre Kreationen. Daneben verwendet sie aber auch Stickereien aus Vorarlberg. Diese werden übrigens schon seit Jahrzehnten in das afrikanische Land importiert. Die Schnitte ihrer Modelle sind klassisch bis modern.
Ihr Label „monu monu fahion“ ist aber darüber hinaus auch noch Sprungbrett für ein Leben nach der Zwangsprostitution. Gerade in Nigeria ist, das ein großes Problem und für die Frauen die diesem schrecklichen Martyrium entkommen können, gibt es bisher nicht viele Möglichkeiten sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Simone Monu hilft den Frauen, die befreit wurden und gibt ihnen die Chance auf eine Perspektive. Im letzten Jahr kamen vier Frauen als Näherinnen bei „monu monu fashion“ unter. Wer möchte, kann sich bei Simone Monu auch zur Schneiderin ausbilden lassen. Bisher ist eine der vier Frauen bei den beiden geblieben. Zwei Frauen sind in ihre Heimat zurückgegangen und eine hat die Aufnahmeprüfung für die Universität geschafft.
Nick Monu, der in Nigeria geboren und wuchs in Deutschland, Österreich, England und Amerika auf. Er ist Schauspieler und Regisseur, sodass die beiden neben ihrem Modelabel auch noch eine Theater- und Filmproduktion betreiben.